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Hlízová věž

KNOLLENTURM

Der Turm gehört auf Grund seiner Gestalt zu den singulären Bauten in Böhmen, und vielleicht aus diesem Grund rief er seit jeher so viele Fragen und Mutmaßungen - Legenden hervor. Es handelt sich um den ältesten erhaltenen Bau in der Burganlage, seine Entstehung wird etwa auf die Zeit um 1230 datiert. Er hat einen quadratischen Grundriss, eine Höhe von 20 m und eine Wanddicke von 3,5 m. Sein charakteristisches Aussehen erhielt er durch 44 Schichten grob bearbeiteter Quader in Knollenform. Wegen der Steinfärbung wurde er zuweilen auch „Schwarzer Turm“ genannt. Noch zu Anfang des 20. Jahrhunderts tauchte zuweilen der Gedanke auf, dass es sich hierbei um eine Sehenswürdigkeit aus dem 2. Jahrhundert n.Chr. handeln würde, ein Relikt der germanischen Stämme (daher die Bezeichnung „Markomannin“).

Bis heute gut sichtbare Steinmetzzeichen finden sich nicht nur auf Zvíkov, sondern auch an weiteren Orten, wo die hiesige Bauhütte tätig war (z.B. die Königsburg, die Brücke oder die Pfarrkirche in Písek). Die Einbildungskraft der Menschen machte sie zu einer geheimnisvollen Runenschrift.
Der Raum im Obergeschoss wird mit zwei „Tatsachen“ in Verbindung gebracht – bis zu der Vollendung der Burg Karlštejn sollen darin die Krönungskleinodien aufbewahrt worden sein - und ebenfalls an diesem Ort soll der kleine Wicht von Zvíkov gespukt haben, der nachts die Schlafenden schreckte.

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