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B003Die Historie der Burg Zvíkov ist von Anfang an mit dem Königsgeschlecht Přemyslovci verbunden. Zvíkov gehört zu denmfrühesten Bauten der tschechischen mittelalterlichen weltlichen Architektur. Nachweislich ist die Historie des schrittweisen Aufbaues von Zvíkov mit der Regierungszeit des Václav I. (1230-1253) verbunden. Im Jahre 1234 war die Burg schon zum Teil aufgebaut. In den schriftlichen Quellen wurde als Gründer der Burggraf von Janovice Konrad aufgeführt.
Den weiteren Aufbau setzte sein Sohn Přemysl Otakar II. (1253-1278) fort, der glücklicherweise zum Burggraf von Zvíkov den Hirza gewählt hatte, den er dann im Jahre 1250 in Zvíkov ernannte. Während Hirza's Aufenthalt begann in Zvikov der Hauptausbau des inneren, sogenannten königlichen Palastes und des Befestigungskranzes.
C001Im Jahre 1306 ist das Geschlecht Přemyslovci nach mänlicher Linie ausgestorben und die Burg wurde dem Jindřich von Rožmberk überlassen. Den großten Ruhm erwarb die Burg während der Regierung von Karel IV., der sie gründlich reparieren ließ und gerne dort verweilte. Bis zum Ausbau der Burg Karlštejn, diente Zvíkov auch als vorübergehendes Asyl von Kronjuwelen. Mit dem Verlust dieser Besonderheit sank auch die Bedeutung von Zvíkov als bevorzugte Königsburg. Auch wechselte die Burg oft die Eigentümer. In dem Pfandhalten wechselten sich hauptsächlich die zwei mächtigen und reichen Geschlechter - die Herren von Rožmberk und die Herren von Švamberk - ab.
D41Im Jahre 1429, in den Husitenkriegen wurde die Burg von den Taboriten belagert (in der Zeit war die Burg im Besitz des Kaisers Zikmund), jedoch nicht erobert. Im Jahre 1437 wurde die Burg vom Kaiser Herr Oldřich von Rožmberk, dem Anführer des katholischen Adels, wieder erworben. Den Charakter einer Königsburg bewahrte sich Zvíkov bis zum dritten Drittel des 16. Jahrhunderts. Damals wurde Zvíkov den Herren von Švamberk verkauft.
Die Švamberks haben an der in Verfall geratenen burg umfangreiche Renaissancereparaturen durchgeführt, die jedoch den ursprünglichen Charakter des Bauwerkes nicht gestört haben. Das ausgezeichnete Fortifikationssystem der Burg ermöglichte den Verteidigern, den Angreifern auch während des 30-jährigen Krieges zu widerstehen. Erst im Früjahr 1622 kapilulierte die Besatzung und die Burg wurde von der Kaiserarmee geplündert und verwüstet.
F3Im Jahre 1623 haben die Eggenberks die Burg erworben und nach ihrem Aussterben im Jahre 1719 ist die Burg in das Eigentum der Schwarzenberks Ubergegangen. Nach der Geschlechtertrennung in zwei Linien ist Zvíkov in das Eigentum der zweiten, jüngeren Linie, vertreten durch den Marschal Karel I. Schwarzenberg, der am nahegelegenen Orlík wohnte, übergegangen. Erst in dieser Zeit ausgedehnte Sicherungsarbeiten begonnen.
Zwei Türme wurden repariert, aber der Gemauerzustand des Königspalastes war schon so schlecht, daß im Jahre 1829 zuerst die Neue Pforte abgestürzt ist. Dann folgte der Einsturz eines großen Teiles des Königspalastes und des Verteidigungssystems. Die ursprünglichen Steinelemente sind leicht rosafarbig und daher mühelos von den Teilen der Erweiterung unterscheidbar. Die Arbeiten wurden vor dem Ende des 19. Jahrhunderts beendet und Zvíkov wurde wieder zum Juwel der tschechischen Fortifikationskunst.
Die ebenerdigen Raume der Knollenturm und die Kapelle sind die ältesten Räumlichkeiten der Burg. Die Gewölbebogen sind aus Ziegeln (eine der ersten Verwendungen von Terrakotta in Böhmen) mit Abdrücken von Holzverschalungssporen im durchgeflossenen Mörtel, der das Gewölbe von oben begoß. Einige ursprüngliche Bretter im Gewölbe sind noch bis heute erhalten. Für die Beleuchtung sorgen die schmalen Schiessschartenfenster.