Inhalt
KÖNIGSPALAST
ZEUGHAUS
Diese Räumlichkeiten (es handelt sich um drei Zimmer und ein Vorzimmer) gehören zu den ältesten in der Burg und entstanden etwa in den 40er Jahren des 13. Jahrhunderts. In den Vitrinen sind archäologische Funde zu sehen, die aus der nächsten Umgebung der Burg stammen.
KELLERRÄUME
Diese Räumlichkeiten erfüllten ähnlich wie die vorher erwähnten die Funktion eines wirtschaftlichen Hinterlands der Burg. Sie dienten als Lagerräume. Das unterste, steinerne Kellerstockwerk, in das man einen Blick werfen kann, diente als Lebensmittelkammer.
TERRASSEN
Sie befinden sich an der Stelle der sog. Königlichen Schlafzimmer, die zu den prunkvollsten Räumen der Burg gehört haben sollen. Der Königssaal war gleichzeitig der größte Innenraum des Palas. Sie wurden im 17. und 18. Jahrhundert beschädigt, als die ganze Burganlage ausschließlich zu wirtschaftlichen Zwecken genutzt wurde. Ein großer Teil des sich über der Moldau befindenden Palas stürzte ein. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Räumlichkeiten zu Aussichtsterrassen umgestaltet. An der Nordseite eröffnet sich der Blick auf den Zusammenfluss von Otava und Moldau.
DIENSTRAUM
Hier sind die Wandmalereien angebracht, die von den Stellen, an denen wegen unzureichender Abdeckung und Witterungseinflüssen Beschädigung drohte, abgenommen und hierher gebracht wurden. Die meisten der erhaltenen Malereien stammen aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert.
ESSZIMMER
Der Raum ist im Renaissancestil umgestaltet und zeugt von den großen Bauveränderungen, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts vorgenommen wurden, als die Burg im Besitz der Schwanberger (Švamberkové) war. Diese Umbauten können auch ganz genau datiert werden, denn über einem der Fenster ist die Jahreszahl 1561 eingemeißelt – in diesem Jahr wurde von dem Baumeister Vlach von Milevsko die Umgestaltung durchgeführt.
WAPPENSAAL
Der Saal wurde nach 1829 wieder hergestellt. An den eingestürzten Wänden sind Fragmente der ursprünglichen Malereien erhalten, nach denen der Raum auch benannt wurde. Die Ausmalung wurde nach einer Beschreibung aus dem Jahr 1616 erneuert und erfolgte nach 1900 in dem zeitgenössischen historisierenden Stil.
RITTERSAAL
Dieser Saal gehört zu den größten Burginnenräumen und wurde in seiner ursprünglichen gotischen Gestalt wiederhergestellt. Das Aussehen der Innenräume wird auch durch die Möbel geprägt. Die spätgotische Zeit neigte zu Zweckmäßigkeit und Funktionsfähigkeit, die Betonung der Dekorativität und einer Extra-Ausstattung der Residenzen kam erst später.
VORBEREITUNGSRAUM
Der Raum mit dem Tonnengewölbe ist als der Ort eingerichtet, wo das Essen zubereitet wurde, bevor man es in den Rittersaal hineintrug.
HOCHZEITSSAAL
Der Hochzeitssaal, auch Tanz- oder Kurfürstensaal genannt, gehört zu den interessantesten Räumlichkeiten des Königlichen Palas auf der Burg Zvíkov. Der ganze Raum ist mit Fresken aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert verziert. Das erhaltene Bild eines Tanzvergnügens zeigt fünf Tanzpaare beim Tanz, zwei Musikanten und den Narr, über dieser Szene sind die vier weltlichen Wähler des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches abgebildet.
Durch den Treppengang gelangt man in den „Knollenturm“, in den sog. Krönungssaal.
KRÖNUNGSSAAL
Zu Anfang des 17. Jahrhunderts vermerkte Václav Břežan, der Archivar der Rosenberger und der Schwanberger, dass Zvíkov bis zu der Vollendung der Burg Karlštejn für den Fall einer Gefahr als Schrein für die Krönungskleinodien diente. Zu diesem Zweck war dieser Saal bestimmt – deshalb wird er als Krönungssaal bezeichnet. Ob es wirklich so war, kann nicht eindeutig belegt werden.
Es scheint, dass sowohl der Turm als auch manche seiner Zimmer durch ihr ungewöhnliches Aussehen zu vielen Deutungen und Sagen anregten: im Krönungssaal soll der kleine Wicht von Zvíkov gespukt haben, der lokale Geist, der die Wanderer schreckte.
SOG. KNOLLENTURM
Die Turmspitze ist zugänglich. Hier bietet sich die ideale Aussicht auf die ganze Anlage, die beiden Flüsse und die bewaldete Umgebung der Burg.
ST. WENZELSKAPELLE
Die Kapelle gehört zu den wertvollsten und schönsten Plätzen auf der Burg Zvíkov. Während die anderen Teile des Palas in unterschiedlichem Ausmaß instand gesetzt oder rekonstruiert werden mussten, überstand dieser südliche, sich an den Knollenturm anschließende Bereich auch sehr ungünstige Zeiten ohne größere Beschädigungen. Der gesamte Königspalas wurde etwa 20 Jahre lang in dem Zeitraum 1250-1270 gebaut und gerade die Kapelle schloss die Bauarbeiten ab. Die Kapelle ist in der Gestalt des 13. Jahrhunderts erhalten. Das war zu der Zeit der Herrschaft von Přemysl Ottokar II. (auch „eiserner und goldener König“ genannt) und durch ihr Aussehen sollte die Kapelle die Größe der königlichen Macht beweisen.
SAKRISTEI
Unter den Kalkübermalungen wurden Wandmalereien entdeckt, die möglicherweise die älteste erhaltene Ausmalung der Zvíkov-Burg sind, sie stammen vielleicht aus dem 14. Jahrhundert. Bemerkenswert ist das Motiv der Mönche mit den Masken an den Gesichtern.






